Am Tropf von BILD
9. Januar 2012 – 14:21Wer kennt sie nicht, die Gesetze der Manipulation. Etwa 80 Prozent der Menschen werden täglich manipuliert, sie müssen täglich manipuliert werden und sie wollen täglich manipuliert werden. Darum meine Damen und Herren ist alles so wie es ist!
In einigen Internetforen liest man merkwürdige Geschichten zum Sachverhalt. Entweder ist es Dummheit oder Absicht, Tatsache ist, dass streckenweise die “Meinungsäußerungen” ein bedauerliches Niviau angenommen haben. Ein bischen Wahrheit, ein bischen Halbwahrheit, ein bischen Erfundenes – einiges wird schon hängen bleiben!
Die Jagd ist vermutlich noch nicht beendet, die Debatten enden inzwischen in Hetze gegen den Bundespräsidenten. Pressefreiheit ja, aber es scheint Journalisten und Politiker zu geben die den Bundespräsidenten Christian Wulff aus dem Amt ekeln wollen. Sind eigentlich die Privilegien der Journalisten bekannt – das fängt beim Presserabatt an … und hält sich das deutsche Volk eigentlich an die Gesetze und Regeln die es einzuhalten hat …? Langsam hat man den Eindruck die Angelegenheit bekommt “Stammtisch-Niveau”. Haben die deutschen Medien, einmal so breit und so lange über wichtige Dinge wie zum Beispiel, Kinderarmut oder Ausbeutung von deutschen Arbeitnehmer durch deutsche Unternehmer, die für Stundenlöhne arbeiten müssen, die zum Leben nicht reichen und die Unterstützung der Steuerzahler heute und später wenn sie Rentner sind nochmal benötigen, berichtet? Unternehmer, die derartige niedrige Löhne zahlen, sind keine Unternehmer, sie haben kein solides unternehmerisches Konzept, sie machen ihre Gewinne auf Kosten des Steuerzahler und durch Ausbeutung.
Es ist erschreckend was unsere Medien, oder korrekter gesagt, ein Teil unserer Medien mit Christian Wulff anstellen. Jetzt wird sogar nach dem Haar in der Suppe gesucht. Darf so die Pressefreiheit aussehen?
Ja, NEIN, das Suchen der Journalisten nach Elementen die zur Storry passen. Negatives verkauft sich eben besser als Positives. Das kann es nicht sein, das man einen Politiker soweit jagt, bis er aufgibt. Ja ich habe den Eindruck der psychologische Krieg gegen unseren Bundespräsidenten ist noch nicht beendet, denn aus der Sicht der Medien verkauft sich diese Storry. Es scheint ihr Ziel zu sein, solange die Demontage des Bundespräsidenten zu betreiben bis er aufgibt. Insofern scheint der Glaube an einen Krieg gegen unseren Bundespräsidenten angebracht zu sein. Mit Würde und Moral dieser Medien hat dies auch nicht viel zu tun. Es ist letzlich alles eine Frage der Werte und die scheinen bei den Verantwortlichen dieser Kampange andere zu sein, SIE haben noch nicht einmal soviel Würde das Amt des Bundespräsidenten zu schützen. Armes Deutschland – was macht diese vierte Macht im Staate mit unserem stolzen, schönen Land. Auch Transparenz hat seine Grenzen, sehr geehrte Damen und Herren Journalisten. Wer und warum wurde Christian Wulff zu Abschuss freigegeben. Eine Jagd, wie sie zur Zeit auf Christian Wulff stattfindet, wo man den letzten Vorwurf herbei zerrt, um ihn zu Fall zu bringen, findet merkwürdigerweise auf andere Regierungs- und Parteivertreter nicht statt, obwohl es dafür gute Gründe gäben würde.
Warum ist die Jagd gegen Christian Wulff plötzlich erwünscht? Ist es seine politische Postion zur Entmachtung der Parlamente – fordert einen Beitrag der Banken – kritisiert Berlins Alleingang in der Libyen Frage? Dieses Wulff-Interview, das die Medien allesamt überhaupt nicht gut fanden, können Sie hier nachlesen.
Hier ein Artikel zum entwürdigten Bundespräsidenten Christian Wulff von www.sprengsatz.de
Im Fall des würdelosen und entwürdigten Bundespräsidenten Christian Wulff gibt es einen zweiten, inzwischen nicht weniger würdelosen Schauplatz: das Verhalten der Medien, genauer gesagt, eines Teils der Print-Medien. Das Medienkarussell dreht sich mit immer schnellerer Geschwindigkeit und gebiert Peinlichkeiten und Absurditäten ohne Ende.
Da preist der “Spiegel”-Chefredakteur bei Günther Jauch sein “morgen erscheinendes Heft” an, in dem das Blatt aus Wulff-Telefonaten mit BILD-Chef Kai Diekmann und Springer-Chef Matthias Döpfner zitiert, während der stellvertretende BILD-Chefredakteur neben ihm sitzt und dann prompt bestätigt, dass “Der Spiegel” korrekt berichtet.
Da wird der “Enthüllungsjournalist” Hans Leyendecker von der “Süddeutschen Zeitung” in BILD ausführlich mit einem Interview zitiert, in dem erklärt und bewertet, was Christian Wulff Kai Diekmann auf die Mailbox gesprochen hat. Absurder geht’s kaum.
Das Gefühl verstärkt sich von Tag zu Tag, dass auch die sogenannte seriöse Presse in der Wulff-Affäre die Besinnung verloren hat. Alle hängen irgendwie am Tropf von BILD und lassen sich täglich neu instrumentalisieren.
Deshalb eine Rückblende. Die Affäre drohte über die Feiertage einzuschlafen, weshalb BILD der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” (FAS) und der “Süddeutschen Zeitung” durchstach, dass Wulff auf Diekmanns Mailbox mit “Krieg” , einem Strafantrag und dem endgültigen Bruch mit Springer gedroht hatte. Daraufhin brach ein neuer Sturm der Entrüstung los. Die Affäre hatte mit neuem Schwung das neue Jahr erreicht.
BILD wiederum konnte jetzt, ohne sich die Finger selbst schmutzig zu machen, über das Telefonat berichten, mit Empörung darauf reagieren und den Bundespräsideten auffordern, dazu Stellung zu nehmen.
Und dann der Höhepunkt: nachdem Wulff in seiner teilwahrheitshaften Art im TV-Interview das Telefonat schönte, konnte BILD ihn auffordern, einer Veröffentlichung des Telefonats zuzustimmen. Als dieser ablehnte, stach BILD an den “Spiegel” weitere Einzelheiten durch.
Das Ganze ist ein sich täglich neu selbst anschiebendes Medienkarussell. BILD lagerte das Riskiko eines Bruchs der Vertraulichkeit einfach aus. Um die genaue und erste Quelle, nämlich Kai Diekmann, zu verschleiern, teilte BILD “in eigener Sache” mit, das Telefonat sei in der Redaktionskonferenz breit diskutiert worden. Will heißen: so breit, dass auch wir leider nicht wissen, welcher illoyale Redakteur das herausgegeben hat.
Und da “Spiegel”, “Süddeutsche” und FAS von diesem verlogenen Spiel profitiert haben, gibt es bis heute auch keine kritische Aufarbeitung der Rolle von BILD. Der Fall Wulff ist auch ein Versagen des kritischen Medienjournalismus.
P.S. Damit meine Position klar ist: die Enthüllungsberichte von BILD über Wulffs Kreditaffäre und Carsten Maschmeyers Buch-Sponsering war verdienstvoll und erfüllten die kritische Funktion der Presse. Nicht aber das falsche Spiel um das Telefonat. Wenn BILD so erschüttert über diesen tatsächlichen oder vermeintlichen Anschlag auf die Pressefreiheit war, wie die Zeitung heute tut, dann hätte die Zeitung sofort nach dem Anruf den Inhalt selbst veröffentlichen und dafür auch das Risiko tragen müssen.
Quelle:www.sprengsatz.de vom 09.01.2012


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