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Was Bedeutet ‘Rentnerdemokratie’?

22. Februar 2010 – 18:34

Angesichts der in Deutschland beschlossenen Rentenerhöhung hat Altbundespräsident Roman Herzog heute vor einer “Rentnerdemokratie” gewarnt.

  1. 3 Kommentare zu “Was Bedeutet ‘Rentnerdemokratie’?”

  2. Da es immer mehr Rentner bzw alte Menschen in Deutschland gibt, haben diese immer mehr Einfluss auf die Entscheidungen der Regierung, da sie früher oder später einen großen Teil der Wählerschaft ausmachen… und wer eine Wahl gewinnen will muss sich an die richtige Bevölkerungsgruppe wenden und auf deren Wünsche und Forderungen eingehen.

    geschrieben von Butterfly in hell am 22. Feb, 2010

  3. Damit meint Herzog, daß die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft, in der sich das Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern über die nächsten Jahrzehnte zuungunsten der Beitragszahler (also der Jüngeren) verändern wird, zu einer Situation führen kann, in der die Politik aus wahltaktischen Gründen auf die Belange der Rentner überproportional viel Rücksicht nimmt, was den Generationenvertrag gefähren würde.

    geschrieben von DJAix am 23. Feb, 2010

  4. In einer Demokratie geht theoretisch die Macht und Entscheidung vom Volke – und dessen geählten Vertretern – aus. Nach Aussage von Roman Herzog geht dann also – auch theoretisch – die Macht und Entscheidung überwiegend von den Rentnern aus. Aber keine Angst, das kann gar nicht passieren, denn mittlerweile haben wir keine Demokratie mehr, sondern eine Parteiendiktatur. Das Volk wird gar nicht mehr gefragt, siehe zum Beispiel Einführung des Euro!
    Nun wird Jung auf Alt gehetzt, damit das Volk sich damit beschäftigt dann können die Pinoccios (sprich Politiker) weiterhin schön ihre Boshaftigkeiten aushecken und keiner merkt es, weil ja alle damit beschäftigt sind, sich untereinander zu streiten.
    Die Regel ist ja nicht der Rentner mit 2000 € im Monat, sondern die Rentner, die kleine Sozialrenten erhalten und auch nicht wissen, wie sie die Preissteigerungen auffangen können. Mir vollkommen unverständlich ist, warum diese Erhöhungen immer gleich sind und für alle gelten. Was braucht ein Politiker, der 10.000 € Rente hat, eine Rentenerhöhung??? Wenn man so eine Erhöhung nur an Rentner weitergibt, die eine Rente unter der Pfändungsfreigrenze – ca. 980 € – beziehen, würde die Sache schon ganz anders aussehen. Bei den Gehaltserhöhungen müßte man auch gestaffelt vorgehen, wer wenig verdient, erhält z. B. 10%, wer viel verdient nur 1%. Aber, was schreib ich hier, interessiert ja eh keinen.

    geschrieben von coolcat2 am 23. Feb, 2010

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