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Linkspartei will Höchstgrenze für Zinssätze bei Dispo-Krediten

18. Oktober 2011 – 16:10

Bielefeld (dapd). Linksparteichef Klaus Ernst fordert eine gesetzliche Höchstgrenze für Zinsen auf Dispo-Kredite. “Da ziehen die Banken den Bürgern täglich das Geld aus der Tasche”, sagte Ernst der “Neuen Westfälischen” (Dienstagausgabe). Eine Höchstgrenze wäre ein wichtiges Zeichen an die Bürger, dass die Politik den Banken wirklich das Handwerk legen wolle.Die Linkspartei schlägt vor, dass Dispo-Zinsen maximal fünf Prozentpunkte über dem Zentralbankzins liegen dürfen. “Das könnte die Bundesregierung ohne weiteres sofort umsetzen”, sagte Ernst.Die Proteste gegen Banken und die Finanzwirtschaft dürfe die Politik nicht ignorieren, erklärte Ernst weiter. Die Gewerkschaften könnten nach Meinung des Linken-Politikers eine Führungsrolle bei den Protesten übernehmen, da diese “andere Kampfmittel” in der Hand hätten als Zeltcamps.dapd


Stuttgarter Nachrichten: Banken-Protesten: Der Reflex der Politik kommt prompt

18. Oktober 2011 – 16:10

Stuttgart (ots) – Kaum sind auch in Deutschland Tausende Demonstranten gegen die gierige Macht der Banken organisiert, wird die Forderung, die Kreditwirtschaft in Europa neu zu ordnen, immer lauter. Haltet den Dieb, rufen die Politiker – und wissen genau, dass sie im Prinzip keinen Deut besser sind als die Banker. Die Politik sollte sich hüten, auf dem Occupy-Trittbrett mitfahren zu wollen. Anders als 2008, als Pleite-Banken viele Staaten in Schwierigkeiten brachten, bringen heute aussichtslos überschuldete Staatsetats die Kreditwirtschaft in Nöte. In vielen Ländern hat die Politik versagt – und versucht nun, die Bürger für ihre verantwortungslose Hilflosigkeit zur Kasse zu rufen.
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Pressekontakt: Stuttgarter Nachrichten Chef vom Dienst Joachim Volk Telefon: 0711 / 7205 – 7110 cvd@stn.zgs.de


Rheinische Post: Kampf um Banken

18. Oktober 2011 – 16:10

Düsseldorf (ots) – Europas Banken brauchen frisches Kapital. Das lässt sich aber nicht aus dem Ärmel schütteln, und deshalb hält sich der Protest der Branche gegen eine Zwangs-Kapitalspritze auch in Grenzen – sieht man mal von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ab. Für den Schweizer muss es ein Alptraum sein, dass er am Ende seiner Karriere als Vorstandschef noch in die Gefahr gerät, sich Vorschriften vom Staat machen lassen zu müssen. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, daran haben beide Seiten Schuld. Die einen sind die Staaten, die sich mit Hilfe der Banken als Anleihen-Käufer über Jahre hemmungslos verschuldet haben. Die Banken auf der anderen Seite verdienten damit gutes Geld – so lange, wie Staatspapiere ein geringes Risiko darstellten. Vermutlich haben sie darauf gezählt, dass Europas Staatengemeinschaft in Person des Steuerzahlers am Ende den Kopf hinhält und sie sauber aus dem Schlamassel herauskommen. Das war eine fatale Fehleinschätzung. Am Ende steht allerdings wie fast immer in den vergangenen Monaten auch diese Erkenntnis: Die Dramatik wäre nicht nötig gewesen, hätten sich Europas Politiker nur viel schneller zu einem Schuldenschnitt für Griechenland durchgerungen.
Originaltext: Rheinische Post Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30621 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_30621.rss2
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Schäuble verteidigt geplante Zwangsrekapitalisierung von Banken

18. Oktober 2011 – 16:08

Paris (dapd). Deutschland und Frankreich wollen trotz massiver Kritik eine Zwangrekapitalisierung der Banken durchsetzen. Er habe mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy die Details für eine gemeinsame Position in der EU abgestimmt, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Freitag nach einem Empfang im Pariser Élysée-Palast.EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte am Mittwoch den Plan vorgestellt, wonach Banken mit hohem Anleihen-Risiko zur Aufstockung ihrer Kapitalpuffer gezwungen werden sollen, notfalls mit staatlicher Hilfe. Auf die Frage, ob Berlin hinter Barrosos Plan stehe, sagte Schäuble: “Ja klar, denn das war ein gemeinsamer Vorschlag von Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel.”Die Banken sollen so für eine Zuspitzung der Schuldenkrise gewappnet werden, etwa durch einen Schuldenschnitt Griechenlands. Die fünf großen Bankenverbände Deutschlands protestierten am Donnerstag in einem Brandbrief an Schäuble gegen die Pläne für eine höhere Kernkapitalquote. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann warnte, Kapitalspritzen gingen an den aktuellen Problemen vorbei und seien auch nicht über den Markt zu finanzieren. Doch die Drohung der Ratingagentur Fitch vom Freitag, die Deutsche Bank und sieben weitere Großbanken in Europa und den USA herabzustufen, erhöhte den Handlungsdruck.Die Lage der Banken sollte auch ein Schwerpunkt des Treffens der G-20-Finanzminister und Notenbankchefs am Freitag und Samstag sein, zu dem Schäuble nach Paris gereist war. Vor dem Auftakt am Abend war auch ein Treffen Schäubles mit seinen US-Kollegen Timothy Geithner geplant.Um den Europäern aus der Schuldenkrise zu helfen, schalten sich zunehmend auch die G-20-Schwellenländer Brasilien, China und Indien ein. Nach einem Bericht der “Financial Times” wollen sie dem Internationalen Währungsfonds zu mehr Feuerkraft verhelfen, damit der IWF europäischen Wackelkandidaten wie Italien und Spanien mit Krediten oder Anleihenkäufen unter die Arme greifen kann. Auf dem G-20-Treffen soll nach Angaben von Diplomaten darüber beraten werden.Laut “Financial Times” liegen zwei Modelle auf dem Tisch. Zum einen könnten die drei Schwellenländer Anleihen des IWF kaufen, und mit dem Geld könnte sich der Fonds in der Eurozone engagieren. Ein anderer Weg wäre, einen Rettungsfonds nach Vorbild des Euro-Schirms EFSF beim IWF einzurichten. Dazu müssten die Mitgliedsländer in diesen Fonds einzahlen, und die neue Zweckgesellschaft könnte dann Kredite an die Euro-Sorgenkinder weiterreichen oder zur Stützung der Banken einsetzen. Da keine Bereitschaft der USA zu erwarten ist, sich an dem Plan zu beteiligen, würden sich die Schwellenländer mit ihrem Engagement mehr Einfluss im IWF sichern.Ein weiterer Vorschlag, über den in Paris diskutiert werde, sei das Vorziehen der für 2012 geplanten IWF-Aufstockung, erfuhr die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires aus Verhandlungskreisen. Mit der Aufstockung würde der IWF seine normale Ausleihkapazität für Länder in finanziellen Notlagen auf etwa 750 Milliarden Dollar verdoppeln. Allerdings müssten sich daran auch die USA beteiligen, was als schwierig gilt.© 2011 AP. All rights reserved


Lafontaine: Deutsche sollen gegen Banken demonstrieren

18. Oktober 2011 – 16:08

Der frühere Linken-Chef Oskar Lafontaine hat die Bürger in Deutschland aufgefordert, wie in den USA gegen die Macht der Banken zu demonstrieren. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac rief für den 15. Oktober zu einem Aktionstag gegen die Finanzwirtschaft auf. Linke und Grüne kritisierten die Bereitschaft von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), in Not geratenen Banken mit Staatsgeldern zu helfen.
Lafontaine machte in einem Gastbeitrag für “Handelsblatt Online” die “Finanzmafia” für die Finanz- und Eurokrise verantwortlich. Er kritisierte, die Banken würden von Spitzenpolitikern wie Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy mit Euro-Garantien geschützt.
Attac erklärte in Frankfurt mit Blick auf den internationalen Aktionstag: “Es ist an der Zeit, nach dem Vorbild der Spanier, Griechen und New Yorker auch bei uns auf die Straßen zu gehen und Flagge für echte Demokratie zu zeigen.” In zahlreichen deutschen Städten solle am Samstag kommender Woche demonstriert werden, darunter auch vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler sagte dem “Kölner Stadt-Anzeiger”, er glaube nicht, dass es hierzulande so schnell zu derart heftigen Protesten wie in den USA kommen werde. Geißler ist auch Attac-Mitglied.
Grünen-Chef Cem Özdemir erklärte mit Blick auf mögliche neue Staatshilfen für Banken, es sei bemerkenswert, wie schnell die Kanzlerin bereit sei, “Banken mit Steuergeldern zu retten und wie lange sie gezögert und gezaudert hat, als es um ein europäisches Partnerland ging”. Er gab Merkel und ihrer Regierung eine “erhebliche Mitverantwortung” dafür, dass Finanzmärkte und Banken in Europa gegenwärtig “erneut in eine Krise schlittern”. Union und FDP hätten notwendige Reformen versäumt. Linksfraktionschef Gregor Gysi nannte es “ungeheuerlich”, sollten europäische und deutsche Steuerzahler zur Begleichung der Schulden der Banken herangezogen werden. Angesichts zunehmender Schwierigkeiten europäischer Banken hatte sich Merkel in den vergangenen Tagen dafür ausgesprochen, in Schieflage geratende Banken mit staatlicher Hilfe zu rekapitalisieren.


Banken werden auf griechischen Schuldenschnitt “gestresst”

18. Oktober 2011 – 16:08

Brüssel (dapd). Die europäischen Banken werden auf ihre Widerstandskraft gegen einen etwaigen Schuldenschnitt in Griechenland geprüft. Einen entsprechenden Auftrag erteilten die EU-Finanzminister der europäischen Bankenaufsicht EBA.Bis zum nächsten Treffen der Ressortchefs Anfang November werde sich die Behörde die Kennziffern der Institute ansehen und einen Bericht vorlegen, verlautete am Donnerstag aus EU-Diplomatenkreisen. Dafür würden “selbstverständlich alle möglichen Szenarien durchgespielt”, hieß es. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Mittwoch in Brüssel auf einheitliche Kriterien zur Beurteilung des Finanzbedarfs der Banken gedrungen. Dies sei notwendig, um über eine etwaige öffentliche Rekapitalisierung der Banken zu entscheiden.© 2011 AP. All rights reserved


Mitteldeutsche Zeitung: zu Banken

18. Oktober 2011 – 16:08

Halle (ots) – Die Banken sehen sich daher zu Unrecht als unschuldige Opfer, die nur für die Versäumnisse der Regierungen bestraft würden, die sie mit ihren Darlehen finanzierten. Das Virus breitete sich von Banken und Finanzmärkten zu den Staaten aus – und kehrt nun dorthin zurück, wo alles anfing. Weil diese Krise so umfassend ist und über eine Branche oder einen Sektor des Wirtschaftslebens hinausgeht, kann die Politik sie nur in den Griff bekommen, wenn sie bei der Lösung ebenso breit ansetzt. Nur auf Defizitabbau zu setzen hilft ebenso wenig wie ausschließlich die Banken ins Visier zu nehmen.
Originaltext: Mitteldeutsche Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47409 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47409.rss2
Pressekontakt: Mitteldeutsche Zeitung Hartmut Augustin Telefon: 0345 565 4200


SPD-Chef Gabriel: Banken notfalls verstaatlichen

18. Oktober 2011 – 16:08

Eine Unterstützung der Banken in der Schuldenkrise muss nach Ansicht von SPD-Chef Sigmar Gabriel mit einer drastischen Regulierung des Banken- und Finanzwesens einhergehen. “Wir dürfen die Banken nicht zum zweiten Mal retten, ohne sie zurechtzustutzen”, sagte Gabriel der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montagsausgabe). Notfalls sei eine vorübergehende Verstaatlichung deutscher Banken angebracht. “Wir brauchen wesentlich robustere Formen der Regulierung”, forderte Gabriel. Wer so groß sei, dass er Wohlstand und Gemeinwohl ganzer Völker und Staaten gefährde, dessen Größe und Macht müssten verkleinert werden. “Die Devise muss lauten: Kein Cent vom Staat zur Rettung von Banken ohne tiefgreifende Veränderungen.”


Gabriel und Lafontaine wollen Neuordnung des Banksystems

18. Oktober 2011 – 16:07

In der Debatte um die Bewältigung der Euro-Schuldenkrise haben Spitzenpolitiker von SPD und Linken ihre Forderungen nach einer Neuordnung des Bankensystems bekräftigt. Es gehe ihm nicht um eine Zerschlagung der Banken, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel im Deutschlandfunk. Allerdings müsse man die Investment- von den Geschäftsbanken trennen. Nur so könne die Politik verhindern, dass wenn Spekulationen schiefgingen, immer gleich die Sparkonten dran glauben müssten oder Geschäftsbanken dann kein Geld mehr hätten, um der mittelständischen Wirtschaft Kredite zur Verfügung zu stellen.
Der frühere Linken-Parteichef Oskar Lafontaine forderte in der “Passauer Neuen Presse”, das Bankensystem müsse durchgreifend öffentlich-rechtlich organisiert werden. “Wir brauchen Sparkassen statt Zockerbuden.” In der Finanz- und Eurokrise könne es keine wirkliche Rettung geben, “wenn wir nicht radikal umsteuern”. Lafontaine warf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, in der Krise “immer das Falsche” gemacht zu haben. “Sie versteht die Wirkungsweise der Finanzmärkte schlicht und einfach nicht.” Eine Rekapitalisierung der Banken darf nicht nach Merkels Vorstellungen vollzogen werden. Es könne nicht sein, dass die Allgemeinheit die Verluste übernehme und die Gewinne später privatisiert würden.
Am Wochenende hatten weltweit erstmals hunderttausende Menschen gegen die Macht der Banken demonstriert. Auch in Frankfurt am Main gingen die Bürger auf die Straße und protestierten gegen eine mögliche staatliche Unterstützung für Banken, die infolge der Schuldenkrise in Griechenland ins Trudeln geraten könnten.


Linken-Chef Ernst regt regelmäßige Demonstrationen gegen Banken an

18. Oktober 2011 – 16:07

Nach den Massenprotesten vom Wochenende gegen die Macht der Banken hat Linken-Chef Klaus Ernst regelmäßige Proteste in dieser Form angeregt. Er könne sich vorstellen, dass nun “überall Initiativen entstehen” und die Menschen “jeden Montag vor der örtlichen Filiale der Deutschen Bank oder der Commerzbank dafür demonstrieren, dass die Banken an die Kette gelegt werden”, sagte Ernst dem “Hamburger Abendblatt” vom Montag. Der Protest gegen die Finanzkrise müsse im ganzen Land spürbar werden. Protestformen wie das Campieren vor dem Bundestag seien zudem eine “gute Sache”, sagte Ernst und versprach dafür die Unterstützung der Linken.